DGB Senioren Hamburg DGB Senioren Hamburg Brückenschlag zwischen den Generationen

Seniorenpolitik



Struktur der Seniorenpolitischen Vertretung
des DGB Hamburg


Die DGB Mitgliedsgewerkschaften sowie der DGB-Senioren Hamburg e.V. entsenden je zwei Vertreter/innen

Richtlinien und
Handlungs-konzept
Koordinierungsgruppe DGB-Seniorenpolitik
Hamburg (KOSEPO)
Konstituierung und Verantwortlichkeiten
Erfassung seniorenpolitischer Vorstellungen aus den einzelnen Gewerkschaften und Festlegung gemeinsamer Positionen
Erarbeitung von Arbeitsprogram-men, Festlegung regelmäßiger Aktivitäten, wie Öffentlichkeitsar-beit, organisatorische Maßnamen

Die Koordinierungsgruppe nutzt die Infrastruktur und das Sekretariat des DGB-Senioren Hamburg e.V. für ihre Arbeit

"Wo bleibt das soziale Gewissen?"

Hamburg hat gewählt. Aus der traditionell "roten" Hochburg ist eine unangefochtene "schwarze" Hochburg geworden. Das ist ein bedeutsamer historischer Vorgang, über den nachzudenken sich lohnt. Hamburgs politische Landschaft wird sich weiter verändern. Die Ab-schaffung des Senatsamtes für Umwelt ist dafür nur ein erstes Indiz.

Die Führungsspitzen der CDU und CSU auf Bundesebene haben - natürlich erst nach der Hamburg-Wahl - weitere Ziele zur Aushöhlung des Sozialstaates offenbart: Entwertung der Tarifverträge, Verschlech-terung der Betriebsverfassung, Bezahlung Langzeitarbeitsloser unter Tarif, Einschränkung des Gesundheitsschutzes in Kleinbetrieben und etliches mehr. Bereits im Vermittlungsausschuss des Bundesrates hatten sie die Praxisgebühr und hohe Zuzahlungen für Medikamente erzwungen, die ganz besonders Rentnerinnen und Rentner mit gerin-gem Einkommen unverhältnismäßig belasten.

Den entscheidenden Einfluss auf den Wahlausgang in Hamburg hat-te aber die Bundespolitik. Viele Menschen sind zutiefst enttäuscht über die Einschränkung ihres Lebensstandards und ganz besonders über die Gefährdung ihrer sozialen Sicherheit im Alter. Die bisherige Gewissheit, die Gesellschaft sichert mir ein menschenwürdiges Älter-werden, ist durch ein Bündel an Maßnahmen wie Absenkung des Ren-tenniveaus, Bezahlung des vollen Pflegebeitrags, voller Krankenver-sicherungsbeitrag für Betriebsrenten, künftige höhere Besteuerung der Sozialrenten in tiefe Enttäuschung und Unsicherheit umgeschlagen.

Gerade Menschen mit geringem Einkommen sind geschockt. Sie können nicht verstehen, dass die SPD offenbar ihr soziales Gewissen verloren hat. Die Vernachlässigung der sozialen Gerechtigkeit bei den Einschnitten ist ein historischer Fehler. Wie stünde Rot-Grün heute da, wenn eine leicht zu bestimmende Bevölkerungsgruppe im unteren Einkommensbereich gänzlich geschont worden wäre? Warum wurden nicht diejenigen stärker in Anspruch genommen, die es sich leisten können? Warum wurde zum Beispiel die Krankenversicherungs-pflichtgrenze nicht aufgehoben und eine Erwerbstätigenversicherung eingeführt, in die auch Selbstständige und Beamte einzahlen müssen?

Die Berliner Koalition und speziell die SPD müssen nun für ihren Kardinalfehler bezahlen. Die Gewerkschaften gehen auf Distanz und viele Enttäuschte haben die SPD verlassen. Es bleibt nur die Hoff-nung, dass die SPD ihren Fehler einsieht und einen Politikwechsel einleitet, nämlich eine neue Bewertung der unvermeidbaren Maßnah-men nach einer wirklich vertretbaren Belastbarkeit der Menschen. Ein solches Signal kam leider nicht von ihrem Sonderparteitag. Wenn die SPD sich allerdings über die weiterhin bestehenden stichhaltigen Bedenken hinwegsetzt, könnte Deutschland spätestens 2006 von einer Allianz konservativer Kräfte regiert werden, der jegliche soziale Verantwortung fremd ist. Hamburg war nur der Anfang.


Senioren und Gewalt

Die Polizei Hamburg berät seit Oktober 2002 in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Landes-Seniorenbeirats, der bezirklichen Heimaufsicht und Altenhilfe, des LKA , der Rechtsmedizin und der Bürgernahen Beamten am Polizeikommissariat, das Thema "Senioren und Gewalt".
Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, im Sinne von "Opferschutz" die großenteils vorhandenen Dunkelfelder im Bereich der

  • Gewalt in häuslicher und institutioneller Pflege
    ( Misshandlung, Mängel in der Pflege)sowie der
  • Gewalt im öffentlichen Raum
    (z.B. Kriminalitäts-, Verkehrsunfallfurcht, subjektives Sicherheitsgefühl)

zu beleuchten, in dem der Zugang zu diesen Themen enttabuisiert wird,notwendiges Spezialwissen zusammengetragen und sich daraus ergebende Erkenntnisse bekannt gemacht werden, Informationen über die Arbeit unterschiedlichster behördlicher und gesellschaftlicher Träger in einem "Netzwerk" gebündelt werden.

Als Ziel hat sich die Arbeitsgruppe gesetzt, Handlungssicherheit für alle Beteiligten des Netzwerkes zu gewinnen und dadurch kriminalpräventiv in die Öffentlichkeit zu wirken.

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