DGB Senioren Hamburg DGB Senioren Hamburg Brückenschlag zwischen den Generationen

Aktuell

Ein Abschied mit neuer Perspektive

120 Mitglieder und Förderer waren zu der letzten Jahresversammlung unseres Vereins, des DGB-Senioren Hamburg e.V., erschienen. Etwas Wehmut war spürbar, doch alle wussten, dass die Entwicklung nicht aufzuhalten ist. Schon seit einigen Jahren sprachen die Fakten und Zahlen eine eindeutige Sprache: Ein "Weiter so" ist nicht möglich. Darüber hatte der Vorstand in aller Offenheit informiert und auf seine Verpflichtung hingewiesen, sich auf die Vereinsauflösung vorbereiten zu müssen.
Es war eine überaus ruhige, sachbezogene Ver-sammlung. Keine Spur von Aggression und Vorwürfen. Tätigkeits- und Kassenbericht bestätigten die unumkehrbare Entwicklung, die letztlich zum Vorstandsantrag auf Auflösung des Vereins zum 31. Mai 2006 führte. Die gesamte Tagesordnung wurde zügig abgehandelt und zum Auflösungsantrag selbst gab es keine Fragen. Die Versammlung beschloss bei lediglich zwei Enthaltungen die Vereinsauflösung und setzte den bisherigen geschäftsführenden Vorstand als Liquidatoren ein.
Der außergewöhnlich ruhige Versammlungsverlauf hatte sicherlich auch folgenden Grund: Die "neuen" DGB-Senioren haben sich etabliert. Sie sind offizieller seniorenpolitischer Bereich des Hamburger DGB. Sie werden auch den ehemaligen Vereinsmitgliedern neue Mitmachmöglichkeiten bieten und sich auf die direkte Interessenvertretung der heutigen und künftigen Rentnergeneration konzentrieren.
Damit ist der Abschied vom Verein gleichzeitig ein Übergang in eine neue Gemeinschaft.
In seinem Rückblick, dem letzten Tagesordnungspunkt, beschrieb Johannes Müllner die vorbildlichen Leistungen des Vereins und seiner Gründer. Eine besondere Ehrung galt dabei Jan Sierks, der das Fundament für die beispielhafte Vereinsarbeit gelegt hatte. Den Abschluss dieser historischen Versammlung bildeten ein kleines Buffet und freundliche musikalische Klänge von den "Haberlandt-Schwestern".

Neujahrsempfang 2006
Hoffnungsvoller Start der"neuen" DGB-Senioren

Der Neujahrsempfang am 11. Januar des neuen Jahres war ein großer Erfolg. Rund 200 Gäste waren erschienen. Neben unseren treuen Ve-einsmitgliedern waren weitere Interessierte aus Gewerkschaften, Verbänden und Politik anwesend. Sie fühlten sich in der freundschaftlichen, musikalisch umrahmten Atmosphäre sichtlich wohl. Nach einer engagierten Eröffnungsrede un-seres Hamburger DGB-Vorsitzenden Erhard Pumm, in der er Fehlentscheidungen des Senats angriff, beschrieb Dr. Henning Voscherau in einer sorgfältigen Analyse die aktuelle politische Lage und entwickelte daraus eine überzeugende Vorausschau. Das war politische Qualität.

Mit dieser gelungenen Veranstaltung haben die DGB-Senioren erneut bewiesen, dass sie als gewerkschaftspolitische Kraft anerkannt und nicht als Rentnerklub belächelt werden. Der neue Organisationsbereich Seniorenpolitik wird sich zu einer Ernst zu nehmenden Interessenvertretung entwickeln.
Wer geglaubt hat, mit der bevorstehenden, un-vermeidbaren Auflösung des Vereins DGB-Senioren Hamburg e.V. würden seine Mitglieder in der Versenkung verschwinden, hat sich geirrt. Unsere Mitglieder begrüßen ausdrücklich die neue ehrenamtliche Einrichtung "DGB-Senioren" als offiziellen Bestandteil des Hamburger DGB und deren Anspruch, sich konsequent für die soziale Sicherheit im Alter einzusetzen. Diese Aufgabe hat durch die politische Entwicklung mehr Wachsamkeit und Engagement verdient. Unsere Vereinsmitglieder werden deshalb auch bei den "neuen" DGB-Senioren mitmachen. Schließlich geht es um ihre eigenen Interessen.

Die "Haberlandt-Schwestern" spielen
Volks- und Arbeiterlieder

Hinweise für das Jahr 2006

Der Vereinsvorstand geht davon aus, dass die Mitgliederversammlung am 8.03.06. dem Antrag auf Vereinsauflösung (siehe rechte Spalte) zustimmen wird.

Daraus ergibt sich Folgendes:

· Beitragszahlung: Für 2006 werden keine Beiträge erhoben.

· Vereinsangebote: Für 2006 plant der Verein keine Freizeitveranstaltungen mehr.

· Reisekonditionen:
Der Vorstand wird sich um günstige Reisekonditionen für die Vereinsmitglieder bemühen, auch für die Zeit nach der Vereinsauflösung. Die Firma Stambula erhält die Möglichkeit, ihre Reisen den Vereinsmitgliedern direkt anzubieten. Wer diesen Kontakt nicht möchte, sollte sich im Vereinsbüro melden.

Antrag
des Gesamtvorstands des Vereins DGB-Senioren Hamburg e.V. an die Mitgliederversammlung des Vereins am 8.03.2006:

Auflösung des Vereins zum 31. Mai .06

Der Gesamtvorstand des DGB-Senioren Hamburg e.V. (§ 9 der Satzung) beantragt, den Verein zum 31. Mai 2006 aufzulösen und bittet den Geschäftsführenden Vorstand, die entsprechende Beratung in die Tages-ordnung der Mitgliederversammlung am 8. März 2006 aufzunehmen.

Begründung:
Wie aus den Inhalten und Protokol-len der Mitgliederversammlungen spätestens seit den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2005 hervorgeht, haben Verein und insbesondere der Vereinsvorstand mit vielfältigen Aktivitäten und drastischen Sparmaßnahmen versucht, die Vereinsfinanzen zu konsolidieren. Die dafür entscheidende Voraussetzung - wesentliche Steigerung der Mitgliederzahl mit entsprechender Verjüngung durch Attraktivitätssteigerung der Vereinsangebote - ist nicht zustande gekommen. Die Gründe dafür sind in den Mitgliederversammlungen 2004 und 2005 ausführlich dargestellt und beraten worden.

Überlegungen, den Verein doch noch zukunftsfähig zu machen, sind nach den gewonnenen Erkenntnissen unrealistisch. Die Finanzsituation wird parallel zum weiteren Mitgliederrückgang immer problematischer. Mittelfristig ist die Finanzierung der Vereinsaufgaben nicht mehr gewährleistet.

Der Gesamtvorstand betrachtet es deshalb als seine Pflicht, eine ord-nungsgemäße Beendigung der Vereinsaktivitäten einzuleiten und hofft, dass der neu geschaffene DGB-Organisationsbereich "DGB Senioren" zukünftig dem Großteil der Vereinsmitglieder Beteiligungsmöglich-keiten zumindest im Rahmen gewerkschaftlicher Seniorenpolitik bieten wird.

Hamburg 26.09.05.
Der Gesamtvorstand

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